Erinnerungsorte entlang der U43

Die U43 führt einmal durch Dortmund. Entlang der Strecke gibt es zahlreiche Orte die an die Zeit der NS-Diktatur erinnern. Eine Arbeitsgruppe erstellt zur Zeit kleine Videos um diese Orte näher vorzustellen. Möchtest Du mit dabei sein?

Schreib eine kurze Mail an andreas.roshol@jugendring-do.de Vielleicht kennst Du auch Orte entlang der Bahnlinie? Dann schreib doch eine kurze Nachricht. Die ersten Orte können wir bereits vorab vorstellen … es fehlen natürlich noch die Videos. Also schau immer mal wieder vorbei …

Erinnerungsorte entlang der U43

Wilhelmsplatz

Synagogendenkmal

Synagogendenkmal

„Seit 1989 erinnert ein Mahnmal von Israel Lanzmann an die Dorstfelder Synagoge, die 1860 als kleines Fachwerkhaus von der jüdischen Gemeinde errichtet und in der Nacht vom 9./10. November 1938 von den Nationalsozialisten verwüstet und anschließend abgebrochen wurde.“ (Dortmund.de)  

Ottostraße

Albert Ganzenmüller

Albert Ganzenmüller

„Albert Ganzenmüller (* 25. Februar 1905 in Passau; † 20. März 1996 in München) war ein deutscher Diplomingenieur und Reichsbahnbeamter, … Ganzenmüller kümmerte sich persönlich und in Abstimmung mit der SS um den reibungslosen Transport in die Lager. 1945 flüchtete er über die Rattenlinien nach Argentinien, wo er die verstaatlichten Eisenbahnen beriet. 1955 kehrte er nach Deutschland zurück. … bis zu seinem Renteneintritt … arbeitete Ganzenmüller als Transportfachmann für die Hoesch AG in Dortmund. (Wikipedia)

Ofenstrasse

Buchenwald Außenlager

Buchenwald Außenlager

Das KZ Außenlager des Dortmund Hörder Hüttensvereins (DHHV) der Vereinigten Stahlwerke AG war in Dortmund in der Huckarder Straße 111. Das Lager bestand von Oktober 1944 bis März 1945 auf dem Gelände der Dortmunder Union. 750 junge Frauen, Mädchen und Kinder zwischen 13 und 20 Jahren waren hier inhaftiert und wurden in der Rüstungsfabrik des Dortmund Hörder Hüttensvereins (DHHV) zur Arbeit gezwungen. (Quelle)

Heinrichstrasse

Stolperstein Sniegowski

Johann Sniegowski wurde am 30. Mai 1919 in Dortmund in einer polnischstämmigen Familie geboren und war in der katholischen Jugendarbeit aktiv. Nach seiner Einberufung zur Wehrmacht weigerte er sich auf Polen zu schießen. Aus diesem Grund wurde er am 08. August 1940 im Alter von 21 Jahren auf dem Fliegerhorst in Thorn wegen „Wehrkraftzersetzung“ standrechtlich erschossen. Damit teilte er das Schicksal Tausender in Deutschland und in besetztem Europa, die von Gerichten der Wehrmacht als Deserteure oder Kriegsverräter zum Tode verurteilt und hingerichtet wurden.

Westentor

Stolpersteine Familie Weinberg

Gemeinsam mit ihrem einjährigen Sohn Klaus verliessen Grete und Otto Weinberg am 6.1.1939 ihre gemeinsame Wohnung in der damaligen Rheinischen-Str. 19 (Rheinische-Strasse/Emil-Moog-Platz). Zu groß war der Verfolgungsdruck, so dass die Emigration in die Niederlande für die junge Familie der einzige Hoffnungsschimmer war. Ihnen blieben nur wenige Jahre in Freiheit vergönnt. Nach dem Einmarsch der Wehrmacht führte sie ihr Weg über das Lager Westerbork nach Auschwitz. Dort wurden sie direkt nach der Ankunft im Juli 1944 ermordet.